PitStop Pro

00217fea NEUWas ist PitStop?

PitStop Pro ist ein Plug-In für die kostenpflichtige Programmgruppe Adobe Acrobat, das unter anderem die Aufgabe des Preflights übernimmt. Es ermöglicht in der Vorstufe PDF-Dateien nachträglich zu editieren und zu korrigieren. PitStop stammt aus dem Hause „Enfocus“; ein 1993 gegründeter Softwarehersteller mit Hauptsitz in Ghent,Beligen. Die erste Version „Enfocus PitStop Pro 4.5“ erschien am 01.10.2000.

Welche Funktionen bietet PitStop?

Die Funktionen von PitStop Pro umfassen das Preflight, die Editierung und die automatische Korrektur von PDF-Dateien. Das Programm ist komplett in die Oberfläche von Acrobat integriert; es hindert Acrobat nicht am Arbeiten, sondern erweitert die Basisfunktionen beachtlich. Im Rahmen des Preflights ermöglicht die Software das Generieren von PDF-Profilen. PDF-Dateien können auf bestimmte Verwendungszwecke hin überprüft werden.

Diese vorkommenden Problemstellen werden in einem Report aufgelistet und können durch einen Link direkt nachverfolgt werden; außerdem werden sie dem Benutzer visuell angezeigt. Hier können Probleme auf Wunsch auch gleich korrigiert werden. Hier liegt die Stärke der Software. Sie ermöglicht es dem Benutzer, den Inhalt des PDF‘s zu ändern.

Vorhandene Objekte wie Grafiken, Texte, Bilder oder Rahmen können bearbeitet werden. Zudem gibt es die Möglichkeit über Standard-Zeichenwerkzeuge neue Objekte zu erstellen. Kopieren bestimmter Objekte von anderen Seiten und sogar aus anderen PDF-Dateien geschieht durch einfaches Copy-und- Paste Verfahren.

Rechtschreibfehler können ausgebessert, Textzeilen in Zeichenpfade kovertiert (um Schriftprobleme bei der Ausgabe zu vermeiden) werden.

Außerdem lassen sich Farben zwischen unterschiedlichen Farbräumen umwandeln. Eine weitere Funktion von PitStop ist es,  Bilddateien in der Auflösung neu zu berechnen – sog. Downsampling – oder ihre Komprimierungsart zu ändern (sowohl für einzelne, mehrere ausgewählte als auch für alle Bilder im Dokument). Auch können die Bilddaten in einen anderen Farbraum umgerechnet werden (den Großteil bildet hier sicherlich die Konvertierung von RGB zu CMYK). Diese Umwandlung kann gemäß des zugewiesenen ICC-Profils erfolgen; bestehende Profile kann der Benutzer entfernen oder neu zuweisen. Unterstützt werden auch DeviceLink-Profile bei der Umwandlung von CMYK zu CMYK.

Falsche Seitengrößen und Anschnitte im PDF-Dokument lassen sich mit bestimmten Werkzeugen leicht editieren und auch neu anlegen; durch intelligente Funktionen lassen sich fehlende Seiten oder Anschnitte einfach hinzufügen.

Globale Korrekturmöglichkeiten bietet PitStop zur automatischen Korrektur von problemhaften Objekten. Hier können z.B. Aktionen definiert werden, um ein häufiger auftretendes  Problem mit einem Klick beheben zu können. Das Speichern dieser Aktionen erlaubt ihre Benutzung auch in anderen Dokumenten (ähnlich wie Phptoshop). Durch die integrierte Technologie Certified PDF, welche eine Art digitaler Laufzettel darstellt, hat der Benutzer immer Einblick in die „Geschichte“ des Dokuments. Alle Veränderungen werden automatisch protokolliert und zeigen so an, wann ein Dokument und von wem es geändert wurde.

Hat PitStop Schwächen?

In früheren Versionen musste, um das Farbmanagement der Adobe Creative Suite nutzen zu können, das Adobe Colormanagement Modul (Adobe CMM) installiert werden. Dieses stand auf der Homepage von Adobe als kostenfreier Download zur Verfügung. Ab Enfocus PitStop Pro 10 aufwärts fällt dieser Schritt weg. Nun ist eine problemlose Zusammenarbeit mit der Adobe Creative Suite gewährleistet.

Da PitStop ein Plug-In ist, muss es zusammen mit Adobe Acrobat verwendet werden. Es ist also gebunden an eine andere Software und kann nicht frei verwendet werden. Zudem treten öfter Probleme im Zusammenspiel von PitStop und Acrobat auf, was auf jeweils verschieden alte, installierte Versionen zurückzuführen ist.

Hat die Software Konkurrenz?

Adobe Acrobat Pro bietet seit der 9. Version auch die Möglichkeiten PDF-Dateien zu überprüfen und zu ändern. Eine weitere Software aus dem Hause „Esko“ (zugehörig zu Enfocus) namens „Neo“ ermöglicht die Korrektur von PDF-Dateien unabhängig von Acrobat, es ist also ein eigenständiges Programm. Jenes bildet den Vorläufer von PitStop Extreme. Das frühere “Neo“ wird so nun sowohl namentlich als auch technologisch besser in die bestehende PitStop-Produktfamilie integriert. Unter anderem nutzt PitStop Extreme alle aktuellen Basis-Technologien wie PitStop PDF Profile, Aktionen sowie Certified PDF. Zudem ist PitStop Extreme nun wie alle anderen PitStop Werkzeuge nun sowohl für Mac OS X als auch unter Windows verfügbar. PitStop ist also nicht das einzige Programm zum Preflight (z.B. Asura, Prinergy etc.), es hat sich jedoch in seinem Bereich als Standardprogramm gefestigt. Es wird weltweit zum Überprüfen und Editieren von PDF-Dateien genutzt, was zudem durch Kooperationen mit verschiedenen Herstellern von PDF-Workflowsystemen (Agfa, Global Graphics, Fuji, Heidelberg, Kodak, Screen, Xerox, EFI…) unterstützt wird. Es ist heute das am weitesten verbreitete Acrobat Plug-In der Druckvorstufe und erhältlich sowohl für PC als auch für Mac OS X.

In welcher Preisklasse befindet sich PitStop?

Der Preis für die Software unterscheidet sich je nach Anbieter, kann jedoch ab etwa 600 Euro festgesetzt werden. Für Firmen wie z.B. Druckereien können mehrere Lizenzen ermäßigt erworben werden. Hier gibt es z.B. Pakete von 5-9, 10-24 oder 25-99 Benutzern (Pakete erst ab 5 Benutzern). Enfocus bietet nun aber auch die sogenannte Floating Lizenz. Bei dieser definiert sich die benötigte Lizenzanzahl durch die gleichzeitige Nutzung an den Arbeitsstationen, was vor Allem für Firmen mit Schichtbetrieb oder wechselnden Mitarbeitern interessant sein kann. In der Regel kann daruch die benötigte Lizenzanzahl reduziert werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit des Upgraden von älteren Versionen auf die Aktuelle.

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