CtP = Computer to Plate

Geschichte: Das Computer to Plate entwickelte sich in den 1980er und 1990er Jahren. Der Anfang begann mit dem Einsatz von Computer to Film (CtF). Weitere Bedingungen waren die Entwicklung von thermisch sensitiven Offsetdruckplattenbeschichtungen und den Lasern für die Belichtung.

1993: 600 CTP-Belichter weltweit
2001: rund 6000 Anlagen weltweit

1997: 600 CTP-Belichter weltweit
2001: rund 6000 Anlagen weltweit

2004: Belichtung leistungsfähiger, qualitativ hochwertiger, kostengünstiger
2008: umweltfreundlichere Ablationsplatten

CtP-Belichter: Diese Maschine wird eingesetzt, um die Druckplatten direkt im Plattenbelichter zu bebildern. Durch dieses Verfahren werden Montage-, Filmkosten eingespart, da man im Gegensatz zur indirekten Bebilderung z. B. Computer to Film, die Bebilderung in der Maschine direkt auf der Platte vornehmen kann. Dadurch lassen sich hochwertigere Druckergebnisse erzielen, da die Randschärfe der Rasterpunkte höher ist – gleichzeitig kann man kleinere Rasterpunkte erzeugen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man keine mechanischen Einflüsse auf die Druckplatte hat, z. B. verursacht durch Staub, Kratzer oder Fehlbelichtung.
Als Datenformat wird im CtP-Verfahren heute meist TIFF-G4 verwendet.

Belichten: Ist ein Prozess in der Druckvorstufe, während dessen die grafischen Daten auf die Druckplatte gebracht werden. Allgemein versteht man darunter das Einwirken von Licht auf eine lichtempfindliche Schicht wie z. B. eine Druckplatte oder einen Film.

CTP: ist ein übergeordneter Begriff für zahlreiche unterschiedliche Bebilderungsverfahren von Offsetdruck-Platten. Die Verfahren unterscheiden sich im Bezug auf die Art der Belichter (Innen-, Außentrommel- und Flachbettbelichter), der verwendeten Lichtquellen (violette und thermische Laser, UV-Lichtquellen), der Plattenbeschichtung und der Entwicklung der bebilderten Platten.

Flachbettprinzip: Druckplatten werden manuell fest in die Maschine gespannt und unter Strahlung, die aus Laser und über einen rotierenden Polygonspiegel kommt, bestrahlt. Die Druckplatte wird mit der Unterlage unter gleichmäßiger Geschwindigkeit fortbewegt.
Nachteil: Verzerrung der Bebilderungspunkte zur Plattenaußenkante, aufgrund der Ablenkung der Strahlen

Innentrommel: Die Druckplatten werden in eine zylindrische Wanne fest hineingelegt und die Strahlen aus einem einzelnen Laser über einen Drehspiegel auf die ruhig liegende Druckplatte belichtet.
Vorteil: hohe Aufzeichnungspräzision, geringer Antriebsaufwand und daraus folgend geringere Produktions- und Wartungskosten
Nachteil: aufgrund der Verwendung von singulärer Strahlungsquelle benötigt man hochempfindliche Platten bzw. energiereichen Laser, Produktionsstop bei Ausfall der Strahlungsquelle.


Außentrommel: Die Druckplatten werden auf eine Trommel gespannt und durch die Bebilderungseinheit (eine oder mehrere Laser) geführt. Ein Schreibkopf liegt dich an den Druckplatten und bewegt sich entlang der geometrischen Achse der Trommel. Draufhin rotiert die Trommel und die Druckplatten.
Vorteil: schnelle Bebilderung durch viele Strahler (32 bis zu 64), Ausfall eines Strahlers führt nur zu einer minderen Geschwindigkeit und zu keinem Produktionsstop
Nachteil: große Schwungmasse der Trommel und durch unterschiedliche Plattenformate und Plattendicken sind zusätzlich Unwuchten, Vielzahl der Strahlen haben nach einer zunehmenden Betriebsdauer Leistungsabgaben.

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