Ein gutes Konzept – der Kompass des Schreibens?

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  • Ein gutes Konzept  ist neben Geduld und Vertrauen in die eigene Arbeit, der Grundstein für ein gutes Ergebnis.
  • Ein gutes Konzept ist ein grober – nicht allzu ausführlicher Plan, welcher Maßnahmen und Vorgehensweisen enthält.
  • Ein gutes Konzept  ist beim ersten Buchprojekt sehr hilfreich.

Beginn / Vorarbeit  

 

  • Am Anfang sollte eine Grundidee entwickelt werden. Daraufhin ergibt sich das Genre und die Vermarktungsmöglichkeit kann geprüft werden. Bei der Ideenfindung gibt es mehrere Vorgehensweisen. Erlebnisse aus dem Alltag sind ebenso beliebt wie fiktive Ideen.

  • Der Schreibstil sollte dabei sowohl zum Inhalt des Buches (Heimatroman – Fantasy?) als auch zur Art des Buches (Kochbuch – Tierenzyklopädie) passen. Das Lesen und  Analysieren anderer Bücher hilft dabei den Schreibstil nach und nach zu verbessern.
  • Auch Intention und Zielgruppe sollten definiert werden. Als Intention eines literarischen Werks bezeichnet man die Absicht, die mit bzw. in dem Werk verfolgt wird.Die Zielgruppe wird meist anhand soziodemografischer Merkmale (z.B  Alter, Familienstand etc), oder ihrer psychografischen Merkmale (z.B Statusbewusstsein, Politische Einstellung, Werte etc) festgelegt.  Man kann sowohl für die breite Masse schreiben  –  als auch für ein kleine Randgruppe der Gesellschaft.

 

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Entstehung des eigentlichen Buches

Organisation und Vorbereitung auf das Schreiben
  • Konzentriertes Arbeiten ist genauso wichtig wie ein gutes Konzept, weshalb man sich stets um einen klaren Kopf bemühen sollte.
  • Themen, die im Buch aufgegriffen werden, sollten eingegrenzt werden und anschliessend in eigenen Worten klar verständlich niedergeschrieben werden. Dies hilft später bei der Niederschrift der ersten Passagen.
  • Um diese Themen eine logische Struktur zu geben, ist das Erstellen von Mindmaps sehr ratsam. Auch Übersicht und die Gewissheit keinen Punkt vergessen zu haben, werden dadurch gewährleistet.
  • Um Themenpunkte mitaufzunehmen, die noch nicht aufgegriffen wurden, empfiehlt es sich beim Brainstorming alle Gedankengänge zu notieren. Ein treffendes Zeitmanagement lässt sich nun ebenso erstellen.
  • Deadlines von Zwischenschritten dienen als Meilensteine und lassen den Autor das Buchprojekt zielorientiert Schritt für Schritt abarbeiten. Trotzdem sollte kein Zeitdruck oder Stress entstehen.
  • Eine vorzeitige Kostenkalkulation & Prüfung der Absatzmöglichkeit gehört ebenso zur Organisation im Vorfeld. Bei Beachtung aller ökonomischen Faktoren lässt sich der wirtschaftliche Aspekt besser einschätzen.
Grober Entwurf
  • Beim ersten groben Entwurf gilt es Prioritäten zu setzen. Man sollte einige Punkte anfangs ausser Acht lassen und im Gegenzug den Augenmerk auf andere Punkte setzen.
  • In erster Linie sollte der grobe Entwurf in einer angemessenen Zeitspanne erarbeitet werden. Das heisst, man soll sich dementsprechend Zeit lassen und konzentriert den Plan, welchen man sich als Grundgerüst zurechtgelegt hat, umsetzen.
  • Ein ordentlicher Arbeitsplatz ist ebenfalls sehr förderlich für ein sehenswertes Ergebnis. Hierbei sollte man beachten, dass jegliche Ablenkung unerwünscht ist, aber die Inspiration nicht isoliert werden soll.
  • Der eigentliche Entwurf soll die Struktur und den Verlauf des Buches wiedergeben. Zu fliessenden Absätzen und dem Niederschreiben aller inhaltlichen Punkte wird geraten. Dies erleichtert spätere Überarbeitungen und Änderungen am Text.
  • Wie bereits in einem vorherigen Blogeintrag erläutert sollten nur seriöse Quellen zur Recherche von Fakten und Infos hergenommen werden.
  • Beim Roman sollen ausserdem die Personen charakterisiert werden. Dies ist nötig, da Charaktereigenschaften eine wesentliche Rolle für den Verlauf des Textes spielen.  Neben dem äußeren Erscheinungsbild sollte man sich Gedanken über Hintergrundinformationen und Charakterzüge der Figuren machen.
  • Das Verfassen eines Inhaltsverzeichnisses spielt eine wesentliche Rolle beim Erstellen des ersten groben Entwurfes. Eine Gliederung kann den Text übersichtlicher machen und es erleichtern, Informationen zu Teilaspekten schnell zu finden. Bei der Überarbeitung ist dies sehr nützlich, da man entspannter arbeiten kann und weniger Zeit braucht. Beim Fachbuch werden somit einzelne Themen logisch aufgebaut – beim Roman dient das Inhaltsverzeichnis als Leitfaden und spannende Übergänge zwischen den Kapiteln steigern das Interesse am Buch. Die Reihenfolge der Textpassagen ist jedoch erstmals zweitrangig. Im Vordergrund  steht das Verfassen kurzer Textabschnitte.

Beim groben Entwurf sollte man sich nicht zu sehr auf Titel einzelner Kapitel oder die  Einleitung versteifen. Vielmehr gilt es den bereits notierten Fahrplan vollständig und inhaltlich korrekt niederzuschreiben.  Auch Ausschmückungen wie Zitate oder Ähnlichem können später noch hinzugefügt werden.

 

Überarbeitung und Bearbeitung

  • Bei der Überarbeitung wird dem Buch nun der Feinschliff verliehen.  Neben Textpassagen, die umgeschrieben werden, kommt es meist zu Ergänzungen und Erörterungen verschiedener Sachverhalte.
  • Zunächst wird dem Buch der passende Titel verliehen. Er sollte das Buch verkörpern, sollte kurz, knapp, unverwechselbar und aussagekräftig sein aber doch gleichzeitig glaubwürdig sowie interessant klingen.
  • Auch Einleitungen und unterstützende Absätze sollten nun verfasst werden. Dies führt zu sinnvollen Zusammenhängen und erleichtert dem Bücherwurm das Lesen des Verfassten. Satzformulierungen und Vokabular könnten an dieser Stelle noch einmal überarbeitet werden.
  • Oftmals fallen dem Autor schlecht gewählte Formulierungen oder Wortwiederholungen erst beim erneuten Lesen des Gesamtwerkes auf. An dieser Stelle ist es auch sehr ratsam auf Verbesserungsvorschläge von Freunden und Kollegen einzugehen.
  • Ein Testleser ist dabei sehr nützlich, denn so kann überprüft werden, ob der Inhalt des Textes für die Leserschaft verständlich ist. Sinnfehler, Widersprüche sowie  Auslassungen werden somit ausfindig gemacht und das Manuskript kann dadurch optimiert werden. Desweitern sollte der Text auf Rechtschreibung, Anwendung der korrekten Satzzeichen, Silbentrennung sowie Grammatik überprüft werden.
  • An dieser Stelle kann man sich nun erste Gedanken machen, wie das Buch später eventuell veröffentlicht werden soll. Das Buch kann ins Internet gestellt werden und für jedermann kostenlos sichtbar sein. Bei dieser Art und Weise kann es allerdings zu Ausfall bzw zur Einschränkung des Umsatzes kommen. Es kann  aber auch selbst vermarktet werden. Dies ist mit Aufwand und Kosten verbunden, hat aber auch erhebliche Vorteile (keine Umsatzabgaben, freie Entscheidungsfreiheit etc.) . Die dritte Möglichkeit wäre der Kontakt zu einem Verlag. Meistens kümmert sich dieser um Werbung, Fertigstellung & Auslieferung des Buches. Die Nachteile sind jedoch das Mitspracherecht und die große Beteiligung des Verlages am Umsatz.

Testleserin

 

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