ISBN – Die eindeutige Buchadresse

Bücherregal Titelbild

Die Internationale Standardbuchnummer.
The International Standard Book Number.

Bei der ISBN handelt es sich um eine Nummer, die zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern und anderen selbstständig veröffentlichten Verlagserzeugnissen geführt wird.

Die Angabe der Nummer ist besonders für den Vertrieb wichtig.
So können Buchhändler und Bibliothekare jedes Buch durch die ISBN unmissverständlich und eindeutig identifizieren.

Zusammensetzung der ISBN

ISBN barcode

Man kann sie in fünf, durch Bindestriche oder Zwischenräume getrennte, Teile untergliedern, die insgesamt 13 Stellen tragen.
Dem gehen immer die vorangestellten Buchstaben ISBN voraus.

  • Teil 1 – Präfix : Kennziffer, für das Herstellungsland.
  • Teil 2 – Gruppennummer : auch bekannt als Ländernummer, definiert das Gebiet nach Sprache.
  • Teil 3 – Verlagsnummer : Von der ISBN-Agentur in Frankfurt vergebene Kennzahl für den Verlag.
  • Teil 4 – Band- oder Titelnummer : Vom Verlag selbst vergebene Nummer. Auch bei Nachdrucken mit Änderungen jeweils eine neue Vergabe erforderlich.
  • Teil 5 – Prüfziffer : Durch eine festgelegte arithmetische Formel ermittelte Prüfziffer, zur Garantie der Richtigkeit der Zahlenfolge.

Regeln und Verbindlichkeit
Mit der heute gültigen ISBN-13 wird eine Veröffentlichung eines Verlags eindeutig identifiziert, eine bereits verwendete ISBN darf nicht noch einmal verwendet werden!
Auch neue Auflagen einer Publikation oder eine andere Form, wie zum Beispiel Taschenbuch statt Hardcover, bedürfen jeweils einer neuen Nummer.
Einzige Ausnahmen sind hier: unveränderte Nachdrucke!
Eine rechtliche Verbindung zur Verwendung einer ISBN gibt es nicht. Kleinverlage oder Privatanbieter verzichten aufgrund der Kosten schon mal auf sie.
Mit der Existenz der ISBN gibt es natürlich Vor- und Nachteile.

Global data security - concept

  • Da inzwischen nicht nur Buchhändlern die ISBN zur Recherche verwenden, sondern auch die Leser das WWW mit der ISBN füttern, ist es von Vorteil ein Werk mit der ISBN zu versehen. So taucht sie gegen eine Aufwandsgebühr in den Inhaltsverzeichnissen auf und ist für jedermann sofort auffind- und bestellbar.
  • Abgesehen davon wirkt ein mit der ISBN ausgestatteter Titel professioneller. In einer Welt der Gütesiegel und Qualitätsstempel, macht es auf den Leser einen guten Eindruck, wenn die ISBN aufgedruckt ist.
  • Sprechen Großanbieter bei der ISBN von einer genialen Idee der Auflistung aller Werke, klagen Indieautoren und Kleinverlage über Ausbeutung, Einschränkung und dem Boykott der Konkurrenzfähigkeit. Der Kostenaufwand (ca. 85€ + zzgl. weiterer Kosten) für das Zuteilen einer ISBN stellt einen erheblichen Faktor bei der registrierten Veröffentlichung dar.
  • Auch enthält die ISBN keine Garantie von zusätzlichen Verkäufen. Man kann also schon abwägen, ob es Sinn macht, diese zu beantragen. Bei einem Werk für einen bereits festgelegten Leserkreis, wie z. B. Familie und Freunde oder Bücher innerhalb von Organisationen und Kirchen, lohnt es sich nicht.

Es ist jedem freigestellt sich eine ISBN eintragen zu lassen oder nicht.
Fördert diese Generalisierung zwar zunehmendst den Mainstream, geht der Trend bei kleineren Verlagen oder Indieautoren zum direkten Verlegen und dem Vertrauen auf die szenebedingte Community- und Mund-zu-Mundpropaganda.

 

 

 

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