FARBEN

Farben sind nicht gleich Farben, man kann sie in verschiedene Gruppen unterteilen: 
LichtfarbenAdditive_Farbmischung_ferti

Lichtfarben basieren auf der additiven Farbmischung, sie addieren sich hin zu weiß. Sie stammen von selbstleuchtenden Quellen wie PC-Monitoren oder Fernsehern. Der gängigste Farbraum hierfür ist das RGB-Modell. Hier werden Farben durch die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau „gemischt“.

 

subtraktive-farbmischungKörperfarben

Sie bilden sozusagen das Gegenstück zu den Lichtfarben. Körperfarben folgen dem Prinzip der subtraktiven Farbmischung. Sie reduzieren sich hin zu weiß. Sie stammen nicht von selbstleuchtenden Quellen, sondern werden durch Absorption und Reflektion (durch Licht von außen, z.B Sonne) von Gegenständen erzeugt.  Sie funktionieren durch einen physikalischen Vorgang, so zum Beispiel im Druck. Hier überlagern sich die drei Druckfarben Cyan, Magenta und Gelb (theoretisch) zu schwarz, da durch die Farbschichten mehr Farbe absorbiert wird. Die Farbe wird dunkler.

Primärfarben

Als Primärfarben bezeichnet man Farben erster Ordnung. Für die subtraktive Farbmischung sind das die Farben Cyan, Magenta und Gelb. Sie können nicht durch Mischung anderer Farben erreicht werden, sie sind also die Grundfarben.

Sekundärfarben

Sekundärfarben entstehen immer aus einer Mischung zweier Primärfarben. Die Farben zweiter Ordnung sind hier Rot (Magenta+Gelb), Grün (Cyan+Gelb) und Blau (Cyan+Magenta). Es sind ca. 160 Mischungen möglich.

Tertiärfarben

Unter Farben dritter Ordnung, also der Tertiärfarben versteht man die Mischung aus drei Primärfarben (bzw. einer Primär- und einer Sekundärfarbe) oder mehreren Sekundärfarben. Hier werden ca. 100.000 unterscheidbare Mischungen möglich.

 

Druckfarben

Die im Druck verwendeten Farben sind Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Hier fällt auf, dass Schwarz im Druck benutzt wird, obwohl dieses ja durch den Übereinanderdruck von CMY erreicht werden würde. Warum Schwarz im Druck dennoch Verwendung findet, hat mehrere Gründe:

  • Druckfarben sind nicht rein. Daher gibt der Zusammendruck der drei Farben ein Schwarz, das nicht sehr tief ist und zu einem rötlichen/bräunlichen Ton neigt. So verhält es sich auch bei den Grautönen. Für ein 50%-iges Schwarz, also Grau, müssten theoretisch jeweils 50% von Cyan, Magenta und Gelb verwendet werden. Durch die optische Wirkung für das menschliche Auge und der Unreinheit der Farben, muss im Druck hier anders gemischt werden (z.B. 50 C – 40 M – 40 Y).  Außerdem werden dank der Verwendung von Schwarz Farbschwankungen (zu warm/kalt) vermieden, der Druckprozess wird stabilisiert.
  • Zudem ist die Verwendung von Schwarz günstiger. Hier wird zwischen dem Buntaufbau und den Unbuntaufbau unterschieden. Beim Buntaufbau werden Grautöne bzw. Schwarz eben durch CMY dargestellt. Für einen Farbton werden also drei Farben benötigt. Ersetzt man CMY an den schwarzen/grauen Stellen durch einfaches Schwarz, wird insgesamt weniger Farbe benötigt. In der Praxis wird dies als Unbuntaufbau bezeichnet, da die unbunte Farbe Schwarz benutzt wird. Dies verringert den Farbaufstrich und  spart so nicht nur Geld, sondern verkürzt auch die Trockenzeiten.

bunt

Ein weiteres Merkmal der Druckfarben ist die hohe Viskosität. Sie sind also sehr zähflüssig. Dies wäre im Druck eher unpraktisch, da die Farbe über mehrere Gummituchzylinder auf das Papier übertragen wird. Das Drucken funktioniert trotzdem ohne Probleme, denn Druckfarben sind thixotrop. Sie werden beim Druckvorgang (also durch Wärme und Druck) von einer zähflüssigen Masse zu fließender Farbe. Nach der mechanischen Einwirkung durch Zylinder unterstützt das thixotrope Verhalten der Farben den Trockenvorgang, da die Farbe schneller fest wird.

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